Die Arbeit Bert Hellingers schätze ich seit vielen Jahren und der Ansatz der Familienaufstellungen ist mittlerweile vielen Yogaschülern bekannt. Unzählige Male in meiner therapeutischen und schamanischen Arbeit sowie Yogaseminaren (vor allem mit Schwerpunkten Karma und Reinkarnation) habe ich die Erfahrung gemacht, daß eine Familienaufstellung oft angebracht und sehr sinnvoll ist, um tief prägende Verhaltensmuster aus dem Familiensystem sowie karmische Einflüsse zu klären; viele der o.erwähnten spirituellen Methoden sind miteinander verwoben und ergänzen sich sinnvoll.
Da ich seit einigen Jahren die Arbeit Bert Hellingers mitverfolge, war ich sehr positiv angeregt und interessiert, als vor einigen Monaten die Schule Bert Hellingers mir neue Unterrichtsunterlagen zukommen ließ; die Ausbildungsansätze hätten sich erweitert und verändert und die Methode der Ausbildung heißt nun „ Gehen mit dem Geist; gehen in der Stille“.
Da ich selber in meiner Arbeit zunehmend dem geistigen Prozeß sowie non-verbalen Energien vertraue, hat es mich sehr gefreut, daß auch die Familienaufstellungen jetzt mehr mit dem Thema Stille verknüpft sind; volle positiver Erwartung machte ich mich nach Hamburg auf.
Das Seminar zählte etwa 50 Personen; Bert Hellinger erschien recht früh- und so war noch Zeit, um sich zu unterhalten, zu begrüßen, zu sein…Ich war tief beeindruckt von der Liebe, die er ausstrahlte, von der friedvollen Schwingung, die er ausbreitete und von der Gelassenheit, mit der er auf die Teilnehmer zuging…Keine Show, kein Guru-gehabe, keine destruktiven Nebenerscheinungen des Ruhms, die man sonst aus dieser Art Veranstaltungen kennt…Die jüngste Teilnehmenrin war etwa 6 Jahre alt- und erschien in Begleitung ihrer Eltern- sogar mit dem Kind konnte Bert Hellinger voller Sanftheit und Hingabe arbeiten…
Das Seminar selber hat tiefe, positive Spuren hinterlassen. Das ganze, da es hauptsächlich in der Stille stattfand, hatt etwas vom Gottesdienst, Andacht, Meditation…Die Energie im Raum war unbeschreiblich. Tragend, konzentriert, von Liebe, Frieden und Klarheit gezeichnet. Und Hellinger selber- ein weiser, über 80-jähriger Mensch, der seine Erfahrung und Liebe mit Mitmenschen teil. Und so ganz und gar normal, natürlich, offen.
Manche Aufstellungen glichen Zen-Sutras: kurze, aber markante „Spots“ auf das wesentliche, hohe Disziplin der Gestik, ein fast heiliger Raum, in dem „es“ wirkt. Ich war fasziniert von der Hingabe und Klarheit, mit der Hellinger arbeitet. Da hat alles Sinn und seinen Platz und die Mitte fühlt sich wahrhaft leicht an.
Und, als ihm ich später persönlich die Hand drücken durfte und mich bei ihm bedankte,dachte ich: ja, so möchte ich auch alt werden.