…das Inkaland..begruesst uns mit voll erbluehtem Sommer…Von Zuhause und Flughafen in Hannover ( Lima via Ámsterdam) sind etwa 24 Stunden vergangen und wir machen gerade einen Mega-Sprung vom verschneit-verregneten Winter in Deutschland auf die andere Seite vom Globus. Die Baeume sind voller Bluetenpracht, die Luft mild und suess, die Sonne lachend und die Vielfalt der frischen Fruechte und Gemuesesorten kann sogar einen langjaehrigen, hartgesottenen Vegetarier tief beeindrucken…
Wir sind wieder hier- unsere letzte Reise vor knapp 8 Monaten war sehr, sehr intensiv- ich habe die –vielverzweigte- Famile meines Ehemannes kennengelernt- und wurde in den” Klan” sehr herzlich und offen aufgenommen, wir haben zahlreiche Reisen im Land selber unternommen, letzlich kamen tiefgreifende spirituelle, schamanische Erfahrungen und r-E-volutionaere Verwirklichungen..
Dieses Mal nehme ich mir vor, bewuesster, langsamer und achtsamer vorzugehen, verweilen, sein, entspannen. Die Orte und Menschen WAHR-nehmen. Da-SEIN .Im Moment-SEIN. Bewusst-SEIN. Die letzte Reise hat in meiner persoenlichen Entwicklung sehr viel aktiviert- schamanische Arbeit ist praezise wie die Messersschneide- und weil ich als spirituelle Begleiterin und Behandlerin arbeite, kam ich nicht umhin, den eigenen unverarbeiteten Themen tief ins Gesicht zu blicken. Die Begegnungen mit den Schamanen in der Selva und im Norden Perus haben nicht ablenken laesst und seine Ziele verfolgt. Stoerend, weil es relativ viele Modifikationen, Flexibilitaet und permanente Hingabe verlangt…So gesehen fuehle mich zum zweiten Mal initiiert- von dem jungfraeulichen Zustand der theoretisch- intellektuellen Spititualitaet in das blutwarme Erleben im heiligen Inkaland…jede Erfahrung hier nimmt ploetzlich eine andere Dimension an: sterben als Ego, um neu-geboren zu werden, Erlebnisse und Erfahrungen zu akzepieren, wie sie von Gott kommen, und nicht so, wie ich sie gerne haette… Durch die volle Aufmerksamkeit und die Ehrung des Moments- WIE ER IST stellt sich ploetlich ein Zustand des Friedens ein… Ploetzlich fange ich an zu verstehen, was mein Shipibo-Meister immer wiederholt hat: “medicina= cuerpecito librabary, almacita libraray”…Heilung stellt sich erst ein, wenn Koerper und Seele in Frieden sind. Im Hier im Jetzt. Im ewigen Moment. Darin liegt die Zauberkraft der Pilgerreisen, die immer Reisen nach Innen sind…
Januar 7, 2008
