Monatsarchiv: November 2007

Literaturliste- Empfehlungen…

Bücher 

…für die künftigen Teilnehmer der Yogalehrerausbildung( BYV) und andere interessierte Menschen auf dem Weg.

Oft werde ich gefragt, welche Bücher ich im meinem yogisch- schamanischen- spirituellen Prozeß gerne lese/ gelesen habe. Ich bin eine klassische Leseratte, auch Bücherwurm genannt… Es begann so mit 5 Jahren ungefähr-mit einem Spiel, wo ich Druckbuchstaben nachmalte und zu entziffern begann…Es machte totalen Spaß das “Lese-spiel” zu spielen und seitdem habe ich alles gedruckte spannend und entdeckungswert empfunden. Wie Franz Kafka mal sagte: “Das Buch ist die Axt für das gefrorene Meer in uns”…Natürlich wurde ich mit den Jahren wählerischer; dennoch türmen sich in meiner Wohnung und in meinen Reisekoffern stets mehrere Bücher, die ich unbedingt lesen muß. Meist sind es 5-6 die ich gleichzeitig lese, manchmal lese ich quer, oft bleibe ich nachts so lange wach, bis das Buch mich verlassen hat – die letzte Seite loszulassen ist ein schmerzhafter Prozeß, wie Abschied nehmen von einem geliebten Freund …

Wenn ich die Yogalehrerausbildungen leite, empfehle ich neben den klassichen Yogabüchern von Swami Sivananda und Swami Vishnu Devananda, sowie Bhagavad Gita eine ganze Reihe von ergänzender Literatur, die den spirituell Suchenden große Hilfe erweisen können.

Zum Thema …

Karma und Reinkarnation:

Ronald Zürrer “Reinkarnation” ( es ist jetzt in einer neuen, überarbeiteten und “abgespeckten” Form erschienen; einer der besten Büchern zu diesem Thema)

Trutz Hardo ” Das große Karmahandbuch” ( ein phantastisches Fallbeispielbuch, wo es um Reinkarnationstherapie geht und auch Heilung der “Altlasten”)

Elisabeth Kübler- Ross, alle Bücher ( Thanatologie, Sterbebegleitung)

Raymond Moody, alle Bücher ( Out- of- Body Experiences, Nahtoderlebnisse)

Ian Stevenson ” Reinkarnation” ( ein super recherchiertes Buch, 12 Jahre Forschungsarbeit, zahlreiche Fallbeispiele)

Yonassan Gershon “Kehren die Opfer von Holocaust wieder? ( das Thema ist sehr delikat- das Buch sehr gut)

Kundalini Yoga:

Gopi Krishna ” Kundalini Erfahrungen” ( einer der ersten, die über Thema Kundalini im Westen geschrieben haben, zahlreiche autobiographische Erfahrungen mit Kundalini Phänomenen, alle seine Bücher zu diesem Thema sind lesenswert!))

Swami Satyananda Saraswati ” Kundalini Tantra”( ein Muss- Klassiker!)

Sukadev Volker Bretz ” Kundalini Energie erwecken” ( ein wahrlich exzellentes Buch, im Sommer 2007 erschienen, sehr zu empfehlen- ein Praxisbuch und Ratgeber zugleich, wie man mit echten Kundalinierfahrungen umgeht)

Swami Sivananda ” Göttliche Erkenntnis” ( wie immer, excellente, Herz egreifende Sprache und ein wahres Lichtkanal- zu jedem wichtigen Thema äussert sich der Meister ausführlich)

Patanjali- Yoga Sutra

Roach “Die Essenz des Yoga nach Patanjali”

Sukadev Bretz ” Yoga Sutra des Patanjali für die Menschen von heute” ( klar, anschaulich, lebensnah!) 

Osho Sree Rajneesh ” Yoga- Allfa und Omega” ( Osho- wie immer- witzig, tief philosophisch,weise, provokativ:)

Ahnen- systemische Aufstellungen:

 besonders zu empfehlen: Anne Ancelin Schützenberger ” Oh, meine Ahnen”

alle Bücher von Bert Hellinger ( der Autor manchmal umstritten, die Methode excellent funktionerend)

Sucht/ Suche & Co- Abhängigkeit:

 alle Bücher von Stanislav Grof und seiner Frau Christina

 Robin Norwood ” Wenn Frauen zu sehr lieben”

 Vedische Kultur:

Trilogie von Armin Risi: “Gott und die Götter” ,” Unsichtbare Welten” , ” Machtwechsel auf der Erde” ( sehr spannend; vom vedischen Weltbild bis zu Verschwörungstheorien)

Cremo/Thompson ” Verbotene Archeologie- die verborgene Geschichte der menschlichen Rasse”

 Partnerschaft:

alle Bücher von Chuck Spezzano, besonders: “Wenn es verlertzt, ist es keine Liebe” ,”50 Wege loszulassen, um glücklich zu sein” ,”Der Weg zum idealen Partner” sowie Kartensets mit Begleibüchern: ” Karten der Liebe”, “Karten der Heilung”, “Karten der Erkenntnis”, ” Karten des Lebens”- phantastisch auch als Meditationskarten für die tägliche Praxis und Orakel/ Legesets

Stefan Stepski- Doliwa ” Sai Baba spricht über Beziehungen”

Marion und Werner Küstenmacher ” Simplify your love” ( witzig, leicht, ermunternd, von einem Paar mit langjährigen Eheerfahrung geschrieben)

Schamanismus:

Mircea Eliade: “Schamanismus und archaische Extasetechniken”

 Mircea Eliade “Yoga- Unsterblichkeit und Freiheit”

Felicitas Goodman, alle Bücher über Trancehaltungen

Carlos Castaneda, alle Bücher, besonders: “Das Wirken der Unendlichkeit”

Wolf Dieter Storl, alle Bücher, besonders: “Pflanzendevas” “Naturrituale”

Alle Bücher von Michael Harner, Sandra Ingermann, Alberto Villoldo.

 Hier & Jetzt:

 alle Bücher von Eckhart Tolle, besonders: “Stille spricht”, ” Eine neue Erde” …..

..natürlich habe ich noch viel mehr zu empfehlen, aber mit diesem Satz seid ihr schon mal gut gewappnet:)

Die Bücher, die strikt Yoga/ Yogatechniken zum Thema haben, habe ich hier bewußt nicht erwähnt; dieses wird gesondert im Yogalehrerausbildungskurs vermittelt.

Viel Spaß beim Lesen!


Yogalehrerausbildung… ( Einige Reflektionen aus der Sicht der Ausbilderin:)..

yoga-en-grecia.jpg 

…ist eine tiefgreifende, transformierende Erfahrung, die mich immer wieder aufs neue ins Staunen und enthusiastische Freude versetzt. Die 4 -wöchige Intensivausbildung zur Yogalehrerin habe ich selber vor knapp 9 Jahren bei Yoga Vidya absolviert; zum damaligen Zeitpunkt war ich bereits mehrmals in Indien gewesen, einige Jahre spirituell unterwegs und gerade dabei, eine 3-jährige Ausbildung bei der BDY abzuschließen.
Seit 2001 bilde ich nun selber Yogalehrer aus, habe zahlreiche Ausbildungen geleitet und viele mitunterrichtet. Und habe immer noch große Freude daran!
Yoga zu lernen und zu lehren ist eine besondere Aufgabe und nicht mit einem anderen “Beruf” zu vergleichen. Es ist eher eine Berufung, eine Lebensaufgabe, ein ” Dharma”, wie man in Indien sagt. So führt dieser Lehrerkurs zu tiefen Einsichten, ist gleichzeitig ein nach innen gerichteter Selbsterfahrungsprozeß, ein Entfaltungsprozess. Schlummernde Fähigkeiten werden entdeckt, Talente vertieft, Erfahrung von Wonne und Einheit verwirklicht, Verbindung zum wahren Selbst und kosmischem Bewußtsein wiederhergestellt.
Ich bin enorm dankbar dafür, daß ich diese Erlebnisse mitgestalten, miterfahren, begleiten und unterstützen darf.

1. Woche.
Der erste Abend voller Reserviertheit; Unsicherheit und Spannung zeigt sich auf den 40 Gesichtern der Teilnehmer. Das geübte Auge sieht die Nervosität der Menschen; bei der Vorstellrunde zeigen sich die weltlich üblichen Muster von ” gut dastehen”, “sich zeigen”, bei manchen ” besonders sein”. Aber es gibt auch viel Offenheit, schöne Beiträge, biographische Erzählungen, wie Yoga in die Menschenleben kam und wie viel Heilung und Freude es mit sich brachte. Einige Teilnehmer, die gerne lachen, brechen das Eis mit ein paar witzigen Bemerkungen. Die restlichen atmen erleichtert auf. Man fühlt sich auf einmal heimisch.

Die erste Ausbildungswoche ist ein Härtetest für alte Gewohnheiten: kein Kaffee, keine Zigarette, keine Gifte, keine Drogen, kein langes Ausschlafen. Es gibt in fast jeder Gruppe einen/zwei, die gleich am nächsten Tag die Koffer packen oder bei Nacht und Nebel verschwinden und am nächsten Morge anrufen ( oder auch nicht) daß sie einen “wichtigen Termin plötzlich haben”.
99% bleiben jedoch und über die müßte man sich eher wundern. Es ist kein Zuckerschlecken, aber die Menschen bleiben. Intensiver Yogaunterricht von 6 bis 22 Uhr mit kleinen Pausen. Survival… Aber die Menschen sind begeistert, die Augen glänzen, die Herzen öffnen sich..

2. Woche.

Es wird wärmer miteinander; die Menschen lernen sich kennen und fangen an, echten Spaß an dem Kurs zu haben, intensiv zu genießen. Tiefgreifende , existentielle Fragen: nach dem Sinn, nach Gott, Leben, Tod, Lebensaufgabe…nach den Lebenskrisen, nach dem spirituellen Weg… Es ist meist die harmonischste und ruhigste Woche des gesamten Kurses. Natürlich beginnen auch hier die ersten Entzugserscheinungen( Erkältung, Schlafmangel, Kopweh..) aber die Vorteile der intensiven Yogapraxis überwiegen deutlich. Es ist interessant, spannend, Asanaklassen und Pranayama am Vormittag, Didaktik des Yogaunterrichts an Nachmittag, dreimal täglich Vorträge zu Yogaphilosophie, Anatomie, Physiologie, dazu Meditation, viel Mantrasingen und Individualgespräche nach Bedarf. Dies alles lädt Menschen mit enormen Kräften und frischen Energien auf. Es beginnen auch die ersten Gruppenprozesse- Freundschaften werden geschlossen, Fraktionen gebildet, dennoch mit viel Humor und Freude glätten sich wieder die Wogen und die Widerstände schwinden. Mantraweihe und spirituelle Namensgebung sind für viele ein erhebendes Erlebnis.

3.Woche

Intensive Kundalini Yoga-Praxis. Manche haben sehr intensive, bewegende Erlebnisse: meist wonnevolle Erfahrungen, Energieschub, Kraft und schöne Meditationserlebnisse, manche das Gegenteil- energetisches Loch, teilweise Müdigkeit, Deprimiertheit, die jedoch rasch verschwindet. Durch Jahre angestaute und verdrängte Emotionen kommen hoch. Menschen lachen, Menschen weinen. Durch die Gruppenkraft und ihren tragenden Effekt werden sie gut begleitet und aufgefangen; die Ausbilder sind im Krisenfall immer ansprechbar. Gute Prozesse. Eine sehr anstrengende Woche: für die Teilnehmer, aber auch für die Ausbilder, die oft als ” Projektionsfläche” hinhalten müssen. Klarheit, Professionalität und natürlich Gespräche sind hier von großer Relevanz. Spirituelle Erfahrung, Puja, ein schönes Bhakti Yoga Ritual ist für viele ein unvergessliches Highlight.

4. Woche.

UFFFF Om. Land in Sicht. Zwar immer noch viel anstrengende Arbeit, aber anders. Die Menschen strahlen; trotz der Prüfungsängste und Erschöpfung. Vier Wochen sind eine sehr lange Zeit. Ein kompletter Schweigetag. Feuerzeremonie( Homa); da kann man altes loslassen und neue Kraft schöpfen.
Erhebende Erlebnisse, zweite Möglichkeit zur Mantraweihe und Namensgebung.
Die letzte Nervosität vor der Prüfung. Alle haben so gut gelernt und so gute Lehrproben gehalten, daß normalerweise 99% der Schüler die Prüfung bestehen. Beim Abschied weinen manche. Wollen nicht so richtig nach Hause, obwohl die Freude, die Nächsten bald zu sehen, riesengroß ist. Die Welt wartet auf Yoga… Und die” spirituelle Yogalehrerfamilie” kann nam ja bei den Weiterbildungen wiedersehen…

Ich freue mich ebenfalls. Eing gutes Stück Arbeit. Gutes Teamwork mit tollen Lehrern, gute Lernprozesse mit den Schülern. Fühle mich sehr glücklich, müde und reichlich beschenkt. Wieder ein Steinchen im kosmischen Dharma Spiel, schön, bunt, notwendig. Freue mich auch, nach Hause zu fahren und nach 4 Wochen meinen Mann in die Arme zu schliessen. Und… freue mich jetzt schon auf die nächste Ausbildung:)


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